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19. Mai 2007
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Düsterer Zürcher SP-Himmel
Der Vorschlag, die Nationalräte und Nationalrätinnen nach 12 Jahren in die Wüste zu schicken ohne die Frage nach Qualität und Verdienst zu stellen, spricht eine deutliche Sprache und dass er abgelehnt wurde, ist ein kleiner blauer Streifen am düsteren Horizont des Zürcher SP-Himmels.
Die Wahlen im Kanton Zürich wurde im Kanton Zürich verloren. Die Wahlen im Kanton Zürich wurden verloren, weil die SP ihre alternative Gestaltungskraft verloren hat und für Bürgerinnen und Bürger nicht mehr glaubwürdig ist. Die Wahlen im Kanton Zürich wurden verloren, weil die SP und ihre Kaderleute sich zu sehr um sich und die interne Machtvereilung gekümmert haben. Die Wahlen im Kanton Zürich gingen verloren, weil Wählerinnen und Wähler ein feines Sensorium für Stimmigkeit und Authentizität haben. Während vier Jahren wurden inhaltliche Diskussionen ausgespart, wurde weder über Werte noch zukunftsgerichtet Projekte gesprochen, sondern auf Machterhalt und Staatstreue gemacht.
Es reichte in den Wahlen nicht mehr, sich vor allem als Nicht-SVP zu positionieren. «Die alten Mannen der SVP brauchen keine Krippen» ist etwa der Gipfel der Dummheit und Ausdruck einer sinnentleerten Kommunikationskultur, wie sie in der SP des Kantons Zürich seit längerem gepflegt wird. Ich freue mich, dass sich am Wahlparteitag doch noch eine Mehrheit fand, die auf Fairness und Respekt setzt und politischen Verdienst anerkennt.
Dass die Wählerinnen und Wähler sich an konstruktive Beiträge und an überzeugendes Engagement erinnern, das haben Sie immer wieder bewiesen – zum Beispiel bei den Wahlen in den Verfassungsrat. Sie interessieren sich eben doch für Inhalte, Projekte und Zukunftsentwürfe und messen Parteien und Kandidaten an deren Leistungen. Das haben die Wahlen im Kanton Zürich gezeigt und das stimmt zuversichtlich.
Martin Bühler
IBBK
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