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08 Feb 2007
SDA
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Für einen Bundesrat ohne SVP -
Politiker und Wissenschaftler planen Buch vor den Wahlen
Bern (sda) Namhafte Politiker und Wissenschaftler plädieren in einem Buch für einen Bundesrat ohne SVP. Das Werk soll im Juni erscheinen, noch vor den Wahlen. Beinhalten soll es unter anderem eine Liste mit Verfehlungen von Bundesrat Christoph Blocher.
Initiiert hat das Projekt der Zürcher SP-Nationalrat und Politologe Andreas Gross, der auch als Mitherausgeber fungiert. Gross bestätigte am Donnerstag einen Artikel des Nachrichtenmagazins Facts.
Das Buch soll Beiträge von 25 Autoren umfassen, darunter der Historiker Georg Kreis, der Soziologe Kurt Imhof, Jürg Schertenleib von der Flüchtlingshilfe sowie FDP-Ständerat Dick Marty. Der provisorische Titel lautet: «Für eine Schweiz mit einem Bundesrat ohne SVP». Untertitel: «Mehr Demokratie und Solidarität und weniger Blocher».
Kleine Konkordanz
Es handelt sich um das dritte Buch zur SVP mit Gross als Mitherausgeber. Das erste, das 1995 veröffentlicht wurde, hatte den Aufstieg der Partei thematisiert, das zweite, das 2004 erschien, die Zauberformel.
Im Zentrum des dritten Buches stehe nun ein anderes Verständnis von Konkordanz, sagt Gross. Die Schweizer Konkordanz sei mehr als eine mathematische Formel. Die Autoren des Buches plädierten für eine kleine Konkordanz mit FDP, CVP und SP an Stelle der heutigen «umfassenden, sich lahm legenden».
Verlorene Mitte
«Das Buch richtet sich in erster Linie an Bürgerliche, die nicht mit totalitärer Politik gleichgesetzt werden wollen», erklärt Gross. Ziel sei es, vor den Wahlen über die verlorene Mitte zu diskutieren.
Der Beitrag zu Blochers Verfehlungen, das «blochersche Sündenregister», wird von SP-Nationalrat Roger Nordmann verfasst. Aufgelistet werden laut Gross Übergriffe Blochers gegen Schweizer Institutionen, kritisiert wird der Machtanspruch des Justizministers.
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