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20. Okt. 2006
21:04 Uhr
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UNO-Vollversammlung: Parlamentarier fordern eigene UNO-Kammer
NEW YORK - Nationalrat Andreas Gross (SP/ZH) hat sich vor der
UNO-Vollversammlung in New York für ein Mitspracherecht der Parlamente im
Rahmen der Vereinten Nationen eingesetzt. Er regte die Gründung einer
UNO-Parlamentskammer an.

Foto: David Adair
Gross sprach in New York als Vertreter der Schweiz in der
Parlamentarier-Versammlung des Europarates. Von dieser Versammlung könne
sich die UNO inspirieren lassen. Sie habe sich in Europa als wirklicher Verfechter grundlegender Werte und
einer pan-europäischen Sicht von Menschenrechten und Demokratie gezeigt,
sagte Gross im UNO-Hauptquartier.
Die Idee eines UNO-Parlamentarierrates hatten 100 Schweizer Nationalräte vor
über einem Jahr in einem offenen Brief an Annan angeregt. Der
UNO-Generalsekretär begrüsste die Idee am Montag bei einem Treffen mit der
Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates.
Annan wies aber auch auf die Schwierigkeiten hin, die ein solches Gremium
mit sich bringen würde. Zudem bezweifelte er, dass die Regierungen, die die
Länder bei der UNO vertreten, an einer UNO-Parlamentskammer interessiert
seien.
Gross wies in seiner Rede darauf hin, dass die UNO-Diplomatie vom direkten
Schlagabtausch in den Debatten der Parlamente profitieren könnte. Aus dieser
direkten Offenheit liessen sich Wege zur Lösung globaler Probleme ablesen,
sagte Gross.
Ohne eine parlamentarische Dimension vertrete die UNO weiterhin die
Hegemonie der Regierungen und untergrabe die nationale Demokratie, sagte der
Zürcher Nationalrat.
Andreas Gross
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