9.01.2003

Neues Bülacher Tagblatt

Der höchste Schweizer zu Gast in Bachs

Bachs (ds). Nationalratspräsident Yves Christen besucht Vernissage in der Kulturbeiz Neuhof. Noch bis zum 10. Februar sind in der Kulturbeiz Neuhof in Bachs Zeichnungen von Nationalrat Andreas Gross ausgestellt. Zur Vernissage gab sich gestern Abend der neue Nationalratspräsident, Yves Christen, die Ehre.


Zwei eidgenössische Parlamentarier, der eine Sozialdemokrat, der andere Freisinniger, im freundschaftlichen Gespräch: Nationalrat Andreas Gross (links) und Nationalratspräsident Yves Christen gestern Abend in Bachs. (Bild: key)

Zu Beginn der Wintersession ist der Waadtländer FDP-Politiker Yves Christen zum neuen Nationalratspräsidenten gekürt worden. Der 61-jährige Bauingenieur und ehemalige Stadtpräsident von Vevey (VD) wurde am 24. November zum formell höchsten Schweizer gewählt. Gestern nahm der neue Nationalratspräsident aus der Romandie eine dreistündige Zugfahrt auf sich, um die Vernissage seines Ratskollegen, Nationalrat Andreas Gross, in der Kulturbeiz Neuhof in Bachs zu besuchen. «Die Politiker sollten mehr Kultur kreieren als konsumieren», sagte Yves Christen während seiner kurzen Ansprache und würdigte das politische und künstlerische Schaffen von Andreas Gross. Auch Fritz Hirt, Leiter der Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich und ehemaliger Studienkollege von «Andi» Gross, wandte sich mit einigen Worten an die gemütlich versammelte Runde in der Kulturbeiz Neuhof. Was tun eigentlich Parlamentarier während den stundenlangen Debatten und Diskussionen in den Ratshallen, wenn sie nicht gerade selber das Wort ergreifen?

Zumindest bei Andreas Gross scheint diese Frage geklärt. Der SP-Nationalrat, Europaparlamentarier und Mitglied des Zürcher Verfassungsrates zeichnet. «Sitzungsprotokolle einer anderen Dimension» nennt der in Kobe (Japan) geborene Politiker seine Zeichnungen. «Ein erfrischendes Werk, ungewöhnlich für einen Parlamentarier» brachte es Nationalratspräsident Christen gestern auf den Punkt. Die farbigen, zeichnerisch abstrakten Reflexionen von Andreas Gross sind in den letzten sechs Jahren während Sitzungen von Kommissionen des Nationalrates, des Europarates und des Zürcher Verfassungsrates in Bern, Zürich, Paris, Strassburg und anderen europäischen Städten entstanden.

Andreas Gross

 

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